Das ist ein Haspelzählwerk

Lange war dieses Gerät und dessen Zweck – überreicht von der Tuchfabrik Mehler aus Tirschenreuth- unbekannt. Nachforschungen durch den Neualbenreuther D. Kopp und dessen Tochter haben das Rätsel gelöst. Wikipedia lieferte die Antwort.

Die komplette Drehhaspel mit dem Zählwerk im Hintergrund, Bild aus Wikipedia
In der Spinnerei wurde das Garn mit der Haspel in die Form eines Stranges gebracht. Über das Zählwerk konnte eine gewisse Stranglänge festgelegt werden, die gleichzeitig als Eichmaß galt. Das hier abgebildete Zählwerk ist mit einer Klinckhaspel (oder Schneller) ausgestattet. Eine schmale Blattfeder wird durch einen Splint am Zahnradgetriebe angehoben. Beim Erreichen der vorgeschriebenen Umdrehungen schnellt diese Zunge zurück und erzeugt einen klirrenden Ton. Auffällig ist das Zifferblatt mit einer Siebener-Teilung.
Der Zählmechanismus des Haspelzählwerkes
Das Zählwerk wird mit einem Zahnrad von der Haspel angetrieben. Es hat ein ausgeklügeltes Zählwerk mit Klinkmechanismus und ein Zifferblatt.

Altes Handwerk an neuem Ort

Der Arbeitskreis Historisches Handwerk kann sich nun an einem anderen Platz in Tirschenreuth präsentieren. Das bisherige Schaufenster am Luitpoldplatz bekommt eine andere Verwendung.

Rasch war ein leerstehendes Fenster in der Badstraße gefunden, das der Eigentümer bereitwillig zur Verfügung stellte. Von einem Fenster raus und ins andere rein, das war innerhalb von 3 Stunden geschehen.

Den Jahreszeiten gemäß wird die Ausstellung immer wieder etwas angepasst. Dabei sind auch die neuesten Gegenstände zu sehen, die vom Hist. Handwerk angefertigt werden, so z.B. ein neuer Stuhl nach dem Vorbild vor 100 Jahren. Demnächst wird auch ein Bierfass zu sehen sein, das nach alter Handwerksmethode wie bei der Fassbinderei Mickisch in der Tirschenreuther Handwerkerscheune entsteht. Dazu könnte der Verein Eichenbohlen in 5 cm Stärke brauchen. Auch wer Lust an der aktiven Mitarbeit hat,  ist willkommen.   

Sudkessel für Fassdauben in Bearbeitung

Derzeit errichten die Handwerker einen Sudkessel. Darin sollen einmal die Hölzer für Fassdauben gekocht werden. Das Holz  wird dadurch geschmeidig und lässt sich biegen ohne zu brechen. Die Daubenbiegemaschine bringt die Fasshölzer mit hohem Druck in die entsprechende Form und  Spannklammern halten  die Holzstücke solange fest, bis sie abgekühlt und getrocknet sind.

Die Edelstahlwanne wurde mit Ziegeln ummauert und isoliert. Ein Heizstab soll für die entsprechende Erhitzung sorgen.

Der Bereich Fassbinderei wird um den Sudbottich erweitert und verleiht der Handwerkerscheune ein neues Aussehen.

So die neue Ansicht der Abteilung Fassbinderei!

Mitmachen begeistert

Der Mitmachtag am Samstag, 7. März 2020 zog einige Interessierte an. Frauen wie Männer, alle wollten sehen, wie denn ein Stuhl nach alter Handwerkstechnik anzufertigen ist. Unter Anleitung von Schreinermeister Otto Weiss und Zimmerermeister Lorenz Trisl hatte jeder die Gelegenheit, die Gradleiste mit Gradsäge, Gradhobel und Grundhobel selbst passgenau zu bearbeiten. Dann wurden die vorgefertigte Lehne eingepasst sowie die Stuhlbeine eingesetzt und verkeilt. Und schon konnte man auf dem fertigen Stuhl Probe sitzen. Einfach toll,  alle waren begeistert!

Gradnut einfügen
Schreinermeister Otto Weiss zeigt, wie die Gradnut eingesägt wird

 

Die vorgefertigte Stuhllehne muss eingepasst werdenchuhr vo
Richard Kraus passt die vorgefertigte Stuhllehne in die Sitzfläche ein

 

Schreinermeister Otto Weiss macht eine Sitzprobe
Der Stuhl ist fertig! Schreinermeister Otto ist nach der Sitzprobe begeistert.

 

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmer waren von dem Mitmachtag begeistert, sie hatten viel gelernt und tolle Anregungen erhalten.

Weitere solche Mitmachaktionen werden folgen!

Ein ausführlicher  Bericht dazu ist zu finden unter: von „wmr“ aus Mitterteich

https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/arbeitskreis-baut-bauernstuhl-id2990865.html#.XmqpdMwTVVE.mailto

 

Aktiv in das Jahr 2020

Der Arbeitskreis Hist. Handwerk startete fleißig ins Neue Jahr.

Gleich zum Jahreswechsel machten sich die Aktiven und sonstige Interessierte an das Sammeln von Birkenreisig.  Damit können im Laufe des Jahres bei den regelmäßigen Öffnungszeiten die beliebten Reisigbesen gebunden werden.

Um eine solid gefertigte Vitrine wurde die Handwerkerscheune bereichert. Damit können die Basteleien, wie Besteckbottiche, Sparbüchsen in Fassform u.a.  bestens verwahrt und präsentiert werden.

Vitrine für AusstellungsstückeProdukte des Arbeitskreises können in der Vitrine hervorragend präsentiert werden

Ein Sudkessel ist in der Bearbeitung. Damit können künftig Holzstücke, die zu Fassdauben gebogen werden „gekocht“ und dann mit der Biegemaschine in die entsprechende Form gebracht werden.

Fischbottiche restauriert. Der Arbeitskreis machte sich daran, schadhafte Fischbehältnisse aus dem Oberpfläzer Fischereimuseum in Tirschenreuth zu restaurieren.

Beständige Trockenheit hatte den Bottichen so zugesetzt, dass sie zu Zerfallen drohten. Mit dem notwendigen Geschick  wurden die Zwischenräume gereinigt, schadhafte Stelle ersetzt, der Fassboden verkleinert, die Fassreifen gekürzt und wieder aufgezogen. Nun sind sie wieder ansehnliche im Museum präsentiert.

Stühle nach alter Handwerkstechnik herstellen.  Ein alter, gespendeter Holzstuhl dient als Vorlage für neue Stühle. Mit teils früher gebräuchlichen Schreinerwerkzeugen sollen alte Modell neu gebastelt werden. Ganz ohne Nägel oder Schrauben und ohne Leim. Für die Anleitung stehen Schreinermeister Otto Weiss und Zimmerermeister Lorenz Trisl zur Verfügung.  Jeder Interessierte kann mitmachen. Erster Termin ist Samstag, 7. März 2020 von 9 – 12 Uhr in der Tirschenreuther Handwerkerscheune.

 

Mitmach-Aktionen in der Mitmach-Scheune

Jeder Interessierte kann sich zu den offiziellen Mitmachtagen an den verschiedensten Tätigkeiten beteiligen.  Dies ist zweimal im Monat möglich, so an jedem ersten Dienstag und jeden ersten Samstag, jeweils von 9 – 12 Uhr in der Handwerkerscheune in Matzersreuth.

Die Aktiven des Vereins sind auch an weiteren Tagen im Einsatz. Wer sich daran beteiligen will, sollte sich vorher  bei Herbert Konrad, Tel. 09631/4435 melden, dann wir er verständigt.

 

Dank für ereignisreiches Jahr

Mit der vor einem Jahr eröffneten  „Tirschenreuther Handwerkerscheune“ kann der Arbeitskreis Historisches Handwerk auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Viele Besucher und Gruppen zeigten sich interessiert und waren voll des Lobes über das gut gelungene Schaudepot.

Allen Mitglieder gilt Dank für Ihre Unterstützung,  und ganz besonders den zahlreichen aktiven Frauen und Männern, die das ganze Jahr über viele Arbeitsstunden geleistet haben.

Aber leider verstarben im Jahr 2019 auch drei Mitglieder, den wir ein ehrendes Gedenken bewahren werden.

Besenreisig sammeln

Vor dem Jahreswechsel stehen schon wieder neue Arbeiten an: Das Reisig für die Besen sollte in dieser Zeit gesammelt werden. Wer sich beteiligen möchte, sollte sich unter 09631/4435 melden, daraufhin wird dann kurzfrist Termin und Ort der Sammlung mitgeteilt.

So wünscht der Arbeitskreis Hist. Handwerk Ihnen allen  eine gesegnete Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr.

Öffnungszeiten der Handwerkerscheune zweimal monatlich, jeweils am ersten Dienstag und ersten Samstag, von 9- 12 Uhr und Termine nach Vereinbarung.

 

Tag der offenen Tür am 12. Oktober 2019

Die Tirschenreuther Handwerkerscheune bietet am Samstag, 12. Okt. einen Tag der offenen Tür an.  Das begehbare Schaudepot in Matzersreuth  kann von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden. Führungen werden angeboten um 11 Uhr, um 13 Uhr und um 15 Uhr. Auch Messer oder Stemmeisen können geschliefen werden, dies ist im begrenzten Umfang von 11 bis 13 Uhr möglich.

Seine Geschicklichkeit kann jeder mit Hammer und Nagel messen, auch Schätzaufgaben mit verschiedenen Gegenständen werden geboten.

Zur Verköstigung werden warmer Leberkäs oder Wiener sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Dazu gibt es musikalische Unterhaltung mit Hans König und Wolfgang Wittke.

Die Tür steht offen!