Aktuelles – Öffnungszeiten

BR Fernsehen zeigt Eindrücke aus der Fassbinderei

Ein Fernsehteam des Bayer. Fernsehens zeigte Interesse an der Fassbinderei in Tirschenreuth, die kürzlich in das Immaterielle Kulturerbe aufgenommen wurde. Bei den Aufnahmen mit den Reportern Christoph Röder und Michael Nadig führten Mitglieder  des Arbeitskreises Hist. Handwerk die Fertigungsschritte für ein Bierfass vor.

Sendetermin:

Der Beitrag wurde am 24.3.21 um 17.30 Uhr im BR-Fernsehen – Süd gesendet, siehe auch Mediathek.

Fassbinderhandwerk trägt den Titel „Immaterielles Kulturerbe“

Wunderbare Nachricht aus München

Das Bayer. Staatsminsterum für Finanzen und Heimat fällte am 3. März 2021 die Entscheidung: Das Fassbindeabteilung der Handwerkerscheune wurde unter dem Titel „Erhaltung und Vermittlung des Fassbinderhandwerks in Tirschenreuth unter Gute Praxisbeispiele in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes  eingetragen.

Im Schreiben des Staatsministers Albert Füracker wird das herausragende Engagement des Arbeitskreises Hist. Handwerk Tirschenreuth  lobend hervorgehoben. Die aktive Pflege und Weitergabe von handwerklichem Wissen an kommende Generationen ist beispielgebend.  Ziel des Arbeitskreises ist die Bewahrung und Vermittlung von Wissen und Können des Fassbinderhandwerks. Den Ausgangspunkt bildet dabei die Ausstattung der ehemaligen Fassbinderei Mickisch in Tirschenreuth, die gesichert werden konnte und funktionstüchtig erhalten wird. Handwerklich Versierte sind ebenso wie Laien zur Mitarbeit oder zum Besuch eingeladen. Der Arbeitskreis trägt in vorbildlicher Weise zur Erhaltung traditioneller Handwerkstechniken bei, zudem wird hierbei Geschichte in einem regionalen Rahmen erfahrbar, so Füracker.

 

Bewerbung zur Aufnahme in das immaterielle Kulturerbe

Der Arbeitskreis Hist. Handwerk bewirbt sich zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO

In der Tirschenreuther Handwerkerscheune wird die ehemalige Fassfabrik Mickisch wieder zu neuem Leben erweckt. Die professionellen Maschinen und Werkzeuge  ermöglichen es, dass wieder Bierfässer nach alter Tradition hergestellt werden können. Dabei kann jeder Interessierte -ob Frau oder Mann-in der sogenannten Mitmachscheune selbst mitwirken.

Der Arbeitskreis errichtete dazu einen Siedebottich. Dieser war notwendig, damit die Fassdauben in heißem Wasser „weicht gemacht“ und dann auf der Daubenbiegemaschine in Fassform gebogen werden können.

Die zugefügten Dauben können dann im Setzreifen zu einem Fass aufgesetzt und mit weiteren Reifen gesichert werden. Auf der Stemmmaschine werden Ober- und Unterseite zugefräst und die Nuten für Boden und Deckel eingefügt.  Ansonsten muß dazu der Kimmhobel angesetzt werden.

 

Weitere Arbeitsgänge sind das Einsetzen von Boden und Deckel mit Zapf- und Spundloch. Schilfblätter in den Zwischenräumen sollen dem Fass die Dichtheit verleihen. Schließlich kann es ausgepicht und geeicht werden. Das Fass ist nun fertig, bis dahin wurde es 5 Mal auseinander- und wieder zusammen gebaut.

An diesen umfangreichen Fertigungsprozess wagen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Hist. Handwerk Tirschenreuth. Jeder, der Interesse  daran hat, kann gerne mitwirken.  Die letzten Fassbinder aus Tirschenreuth und Umgebung wie Sebastian Mickisch, Adolf Pollak und Wilhelm Staufer haben dazu die nötigen Erfahrungen weiter gegeben.

Und vielleicht findet diese fast in Vergessenheit geratene Fassbinderei den Weg zur Aufnahme in das Immaterielle Kulturerbe der UNESCO.

 

 

Das ist ein Haspelzählwerk

Lange war dieses Gerät und dessen Zweck – überreicht von der Tuchfabrik Mehler aus Tirschenreuth- unbekannt. Nachforschungen durch den Neualbenreuther D. Kopp und dessen Tochter haben das Rätsel gelöst. Wikipedia lieferte die Antwort.

Altes Handwerk an neuem Ort

Der Arbeitskreis Historisches Handwerk kann sich nun an einem anderen Platz in Tirschenreuth präsentieren. Das bisherige Schaufenster am Luitpoldplatz bekommt eine andere Verwendung.

Rasch war ein leerstehendes Fenster in der Badstraße gefunden, das der Eigentümer bereitwillig zur Verfügung stellte. Von einem Fenster raus und ins andere rein, das war innerhalb von 3 Stunden geschehen.

Den Jahreszeiten gemäß wird die Ausstellung immer wieder etwas angepasst. Dabei sind auch die neuesten Gegenstände zu sehen, die vom Hist. Handwerk angefertigt werden, so z.B. ein neuer Stuhl nach dem Vorbild vor 100 Jahren. Demnächst wird auch ein Bierfass zu sehen sein, das nach alter Handwerksmethode wie bei der Fassbinderei Mickisch in der Tirschenreuther Handwerkerscheune entsteht. Dazu könnte der Verein Eichenbohlen in 5 cm Stärke brauchen. Auch wer Lust an der aktiven Mitarbeit hat,  ist willkommen.   

MUSEUM TO GO – Folge 30: Handwerkerscheune Tirschenreuth

MUSEUM TO GO

„das zwoelfer“ – die Museen im Landkreis Tirschenreuth – bietet aktuell Eindrücke der Museen im Landkreis Tirschenreuth in Form von Videos:

„Wenn Sie nicht zu uns kommen können, kommen unsere Museen ganz bequem zu Ihnen nach Hause. So können Sie es gemütlich auf dem Sofa öffnen und genießen. Und das Beste: Sie können es beliebig mit Freunden teilen. Unsere kleinen Leckerbissen sind perfekt für zwischendurch und bestimmt nicht zu üppig.“

Die Folge 30 handelt von der Tirschenreuther Handwerkerscheue.

Link zum YouTube Video:
das zwoelfer-Museum To Go-MuseumsQuartier Tirschenreuth-Handwerkerscheune-Fassbinderei – YouTube

Weitere Links:
daszwoelfer.de
MuseumsQuartier – Stadt Tirschenreuth

Sudkessel für Fassdauben in Bearbeitung

Derzeit errichten die Handwerker einen Sudkessel. Darin sollen einmal die Hölzer für Fassdauben gekocht werden. Das Holz  wird dadurch geschmeidig und lässt sich biegen ohne zu brechen. Die Daubenbiegemaschine bringt die Fasshölzer mit hohem Druck in die entsprechende Form und  Spannklammern halten  die Holzstücke solange fest, bis sie abgekühlt und getrocknet sind.

Die Edelstahlwanne wurde mit Ziegeln ummauert und isoliert. Ein Heizstab soll für die entsprechende Erhitzung sorgen.

Der Bereich Fassbinderei wird um den Sudbottich erweitert und verleiht der Handwerkerscheune ein neues Aussehen.

So die neue Ansicht der Abteilung Fassbinderei!

Handwerkerscheune öffnet wieder!

Ab Juni 2020 ist die Handwerkerscheune wieder geöffnet. Unter Beachtung der Hygienevorschriften (Abstand, Masken usw.)  sind Besuche und Mitmachaktionen zu den allg. Öffnungszeiten wieder möglich. Es wird jedoch um vorherige tel. Anfrage gebeten.

Öffnungszeiten der Handwerkerscheune zweimal monatlich, jeweils am ersten Dienstag und ersten Samstag, von 9- 12 Uhr und weitere Termine nach vorheriger Absprache möglich.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten der Handwerkerscheune

Die Tirschenreuther Handwerkerscheune ist für die Öffentlichkeit zweimal im Monat geöffnet. So jeden 1. Dienstag und jeden 1. Samstag,  jeweils von 9 bis 12 Uhr

Die aktiv Mitwirkenden haben auch zwischendurch viel zu tun und treffen sich sporadisch, meist von 9 bis 12 Uhr in der Handwerkerscheune oder auch bei anderen Arbeiten.

Wer bei diesen Arbeiten -auch ohne Mitglied zu sein- mithelfen will, sollte sich bei Herbert Konrad, Tel. 09631/44335,   melden. Sodann wird er verständigt, wann wieder Arbeitseinsätze anstehen.

Mitmachen begeistert

Der Mitmachtag am Samstag, 7. März 2020 zog einige Interessierte an. Frauen wie Männer, alle wollten sehen, wie denn ein Stuhl nach alter Handwerkstechnik anzufertigen ist. Unter Anleitung von Schreinermeister Otto Weiss und Zimmerermeister Lorenz Trisl hatte jeder die Gelegenheit, die Gradleiste mit Gradsäge, Gradhobel und Grundhobel selbst passgenau zu bearbeiten. Dann wurden die vorgefertigte Lehne eingepasst sowie die Stuhlbeine eingesetzt und verkeilt. Und schon konnte man auf dem fertigen Stuhl Probe sitzen. Einfach toll,  alle waren begeistert!